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Jean Claude Forest Der talentierte Autor, Filmemacher, Illustrator und Cartoonist wurde am 11. September 1930 im Pariser Vorort Perreux-sur-Marne in Frankreich geboren. Anfang der 1950er Jahre arbeitete er bereits als Illustrator und Zeichner für Caméra 34 (1951-1954), Vaillant (1951-1953), Fillette (1953-1954), Mireille (1956-1958) und Suzette (1958-1959). Seine erste Alben-Veröffentlichung war der Cartoon-Comic "Hippolyte et les Diamants de Pesetas City"; herausgegeben 1952 bei Editions Elan. Desweiteren waren seine Illustrationen und Cover-Zeichnungen in französischen Zeitungen wie France-Soir, in Magazinen wie Fiction und Le Rayon Fantastique, sowie bei Les Novelles Littéraires zu sehen. In den folgenden Jahren arbeitete Forest für die Blätter Mireille (mit den Arbeiten "Princesse Étoile" und "Cendrillon''), Lisette ("Bicot" (1962)), Nana et Nanette ("Les 2 Isabelle''), La Semaine de Suzette und einige mehr. Anfang der 60er Jahre entstand Forests größter Erfolg, die Science-Fiction-Ikone Barbarella, die zunächst 1962 als Comicstrip (Bildstreifen) im französischen V Magazine erschien. Der Verleger Eric Losfeld sah das Material von Barbarella und überredete Forest die Geschichte unzensiert zu drucken. So entstand 1964 die von vielen als "erstes Comicalbum für Erwachsene" betitelte Ausgabe: Barbarella. Das zweite Album von Barbarella "Les Colères du mange-minutes" erschien 1974 im Verlag Kesselring, obwohl erste Abschnitte des Bandes bereits 1968/69 fertig waren. Der dritte Teil "Le Semble-lune" folgte 1977 bei Pierre Horay. Das vierte Abenteuer "Le miroir aux tempêtes" betreute Forest nur als Autor und überließ Kollege Baniel Billon die künstlerische Ausarbeitung. Die Veröffentlichung fand 1981 im Magazin L´Echo des Savanes statt. Ein Jahr später folgte die Albenform bei Éditions du Fromage. Das Barbarella Material wurde Jahre später wiederholt durch die Verlage Dargaud und Les Humanoïdes Associés in Frankreich wiederveröffentlicht. Deutschsprachige Ausgaben erschienen 1966 beim Schürmann Verlag und später bei Bertelsmann und Heyne. Anfang der 90er Jahre brachte der Carlson Verlag eine vollständige Gesamtausgabe heraus. Forest zeichnete Barbarella in einem, selbst für damalige Verhältnisse, recht schroffen, dynamischen Pinselstrich. Forest war Chefredakteur seines eigenen Comicmagazins Chouchou, das anderen Künstlern, wie zum Beispiel George Richard oder Paul Gillon, ermöglichte, ihre Arbeiten zu präsentieren. Nach nur 13 Ausgaben war jedoch wieder Schluß und dies führte auch zum Ende der "kleine Schwester von Barbarella" "Bébé Cyanure", die zumindest 1975 als Album bei Glénat wiederveröffentlicht wurde. Für die Fernsehsendung Dim Dam Dom entwickelte Forest 1965-66 den Charakter Marie-Mathématique. Bei France-Soir entstand 1971 der erste Band der Alben-Reihe "Hypocrite", in der eine junge Pariserin rotzfrech durch ihre Abenteuer stobert. Die Folgeabenteuer Nummer 2 und 3 erschienen dann im Magazin Pilote (1972 und 1973). Mit dem entgültigen Untergang des französischen Kulturkonservatismus Ende der 60er Jahre, entstand eine regelrechte Erwachsene(n) Kultur, mit Filmen, Büchern und Comics. Anfang der 1970er Jahre waren die Comicarbeiten von Forest in fast allen bekannten französischen Magazinen wie Pilote oder PifGadget, sowie dem legendären Métal Hurlant (Schwermetal), Circus und Fluide Glancial vertreten. Das Magazin Pif-Gadget veröffentlichte Forests Jules Verne Adaption Mystérieuse matin, midi et soir, die jedoch nicht der erhoffte große Erfolg wurde. Ein Wiederbelebungsversuch seiner ersten erotischen Serienheldin scheiterte ebenfalls. Barbarella war Mitte der 70er Jahre in Vergessenheit geraten. Immer mehr zog sich Forest als Zeichner zurück und schrieb stattdessen durchaus erfolgreiche Szenarios für andere Kollegen. 1974 arbeitete Forest auch wieder für das Fernsehen. Für ORTF (die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Frankreichs, 1964-1974) entstand die Sendung Les Poules bleues. 1983 erhielt Jean Claude Forest den Grand Prix de la ville d'Angoulême des Internationalen Comicfestivals von Angoulême. Drei freizügige Portfolios gestaltete Forest zwischen 1983 und 1987 mit den Titeln "Louise Rose", "Élucubration" und "Contes cruels". Forest verstarb am (29.)30. Dezember 1998 in Paris. Veröffentlichungen (Auswahl): Links: |
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Dank an van Michel für seine Informationen |
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